Thursday, March 29, 2007

Pascal Duffard - "Dieu Est Fou" {France} [1976] (zeuhl)

well i couldnt find english review, here is german one: "Passend zum soeben durchlebten Zeuhl-Spektakel in der Johanniskirche in Würzburg soll heute von einer Scheibe die Rede sein, die zeigt, bis in welche Bereiche der populären französischen Musik der Einfluss von Christian Vanders Kultband Magma Mitte der 70er vorgedrungen war. Ausgehend von den zahlreichen, hauptsächlich dem Jazz entliehenen Instrumentalisten, die nach Ende ihres Gastspiels die arrangementtechnischen und kompositorischen Eigenheiten des Vanderschen Oeuvre in ihre eigenen Projekte einbrachten, grassierte der Zeuhlvirus natürlich hauptsächlich im Jazzrock und allem, was man dafür halten konnte. Aber selbst im Folk und tatsächlich auch in der Vertonung von Poesie, in Frankreich als "Chanson" bekannt und geliebt, kam diese schwer beschreibbare Melange aus bassbetonter Polyrhythmik, flirrenden hypnotisch-repetitiven Klangmustern und neutönerisch gefärbten Melodiefetzen zu Ehren. Eine dieser allerdings nicht sonderlich zahlreichen französischen Scheiben ist Pascal Duffards "Dieu est fou". Er hatte sich zu seinem ersten und einzigen Album, 1976 auf dem Majorlabel CBS erschienen und von Giorgio Gomelsky produziert, einige Magma- bzw. ZAO-Mitstreiter der frühen Jahre geholt, um seine lyrischen Ergüsse mit einem 5stimmigen Chor, diversen Bläsern und dem üblichen Rock-Line Up zu vertonen. Quer durch die gesamte abendländische Musikkultur des 20. Jahrhunderts tobt der Komponist, Pianist, Arrangeur und Sänger mit Unterstützung von 18(!) illustren Gästen wie Francis Moze, Yochk'o Seffer, Claude Engel und anderen Größen der französischen Jazz(Rock)-Szene. 42 Minuten Spielzeit verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf 6 Songs, deren Instrumental- und Gesangsanteile sich in etwa die Waage halten. Stravinsky und Zappa lassen grüßen, die Walkürenchöre drohen wagnerianisch und mutieren zwischendurch zu magmaesken Vokalgebilden, Bass und Schlagzeug lassen sperrige Rhythmik entstehen, und trotzdem wirkt das Ganze wie aus einem Guss. Wie fast immer bei solchen Hybriden - man kennt das ja zur Genüge aus dem Progressiverock - war dem Album kein kommerzieller Erfolg beschieden: zu rockig für die elitäre Avantgarde, zu schräg und sperrig selbst noch für Zeuhl-Gewohnte. Die kleine Auflage hat allerdings über die Jahre zu einem solchen Preisanstieg in der Sammlerszene geführt, dass eventuell zum Verkauf bereite Besitzer dieser Scheibe zumindest jetzt eine dreistellige Summe fordern können." (review by Charly Heidenreich)

thanks to my friend Zen :)




9 comments:

nahavanda said...

link: http://tinyurl.com/2sdfrf

Anonymous said...

This one's a fav of mine. Great choice!

Serhiy said...

Excellent album, thank you very much for sharing!

stg said...

This is an awesome album! Thank you very much!

Nick said...

Since we're talking about Zeuhl, that cute little girl in the gootube video sure knows her Kobaïan. That made my day!

Anonymous said...

You have great picks on your site. Nact'k pacck'n chinkki--Kobian for: You dudes rock :) Please reload the Eskaton.

nahavanda said...

i am glad that you like the album..young zeuhl singer made me smile a lot, i wanted to share it...

Anonymous said...

Great, downloading it right now! i love this zeuhl stuff, there seems to be so many "new" albums to discover even though the genre feels kinda limited. Thanks!

peskypesky said...

THANK YOU!!!! I feel like I've died and gone to heaven when I get to hear all these obscure Zeuhl recordings.

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